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Orchesterintendant
 

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien ist ein weltweit anerkanntes Spitzenorchester, das sich der Wiener Tradition des Orchesterspiels verbunden fühlt. Chefdirigent und Künstlerischer Leiter ist seit 2010 Cornelius Meister. Das RSO Wien ist bekannt für seine außergewöhnliche und mutige Programmgestaltung: Häufig wird das klassisch-romantische Repertoire und Werke der klassischen Moderne in einen unerwarteten Kontext gestellt, indem es mit zeitgenössischen Stücken und selten aufgeführten Werken anderer Epochen verknüpft wird.

Sämtliche Aufführungen werden im Rundfunk übertragen – insbesondere im Sender Österreich 1, aber auch im Ausland. Seit einigen Jahren kann man zudem sämtliche Konzerte des RSO eine Woche lang nach der Ausstrahlung weltweit übers Internet anhören. Durch eine wachsende Präsenz im europäischen Fernsehen und eine Kooperation mit dem Jugendsender FM4 erreicht das RSO kontinuierlich neue Musikliebhaber/innen. Zahlreiche Fans unterstützen den Verein »Freundin des RSO«.

In Wien spielt das RSO regelmäßig zwei Abonnementzyklen im Musikverein und Konzerthaus, deren Abonnenten-Zahlen zuletzt deutlich gestiegen sind. Darüber hinaus tritt das RSO alljährlich bei großen Festivals im In- und Ausland auf: Enge Bindungen bestehen zu den Salzburger Festspielen, zu den Wiener Festwochen, zum musikprotokoll im steirischen herbst und zu Wien Modern. Tourneen führen das RSO regelmäßig nach Japan und China, darüber hinaus in die USA, nach Südamerika und nach Deutschland unter anderem in die Berliner und Kölner Philharmonie. Seit 2007 hat sich das RSO durch seine kontinuierlich erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Theater an der Wien als Opernorchester etabliert. Aber auch im Genre der Filmmusik ist das RSO heimisch: Alljährlich dirigieren Komponisten, die mit dem Oscar für die beste Filmmusik ausgezeichnet wurden, das RSO; 2012 spielte das RSO den Soundtrack zum Film »Die Vermessung der Welt« ein.

Zu den Gästen am Dirigentenpult des RSO Wien zählten u. a. Leonard Bernstein, Ernest Bour, Christoph von Dohnányi, Christoph Eschenbach, Michael Gielen, Ingo Metzmacher, Andris Nelsons, Kirill Petrenko, Wolfgang Sawallisch, Giuseppe Sinopoli, Hans Swarowsky, Jeffrey Tate und Simone Young. Als Komponist/innen und Dirigent/innen leiteten u. a. Luciano Berio, Friedrich Cerha, Peter Eötvös, Hans Werner Henze, Ernst Krenek, Bruno Maderna und Krzysztof Penderecki,, das Orchester. Internationale Solist/innen treten regelmäßig mit dem RSO Wien auf, unter ihnen Renaud und Gautier Capuçon, Martin Grubinger, Hilary Hahn, Patricia Kopatchinskaja, Lang Lang, Sabine Meyer, Heinrich Schiff und Christian Tetzlaff.

Die umfangreiche Aufnahmetätigkeit umfasst Werke aller Genres, darunter viele Ersteinspielungen von Vertretern der klassischen österreichischen Moderne und österreichischen Zeitgenoss/innen. So entstand die CD-Reihe »Neue Musik aus Österreich« mit Orchesterwerken u. a. von Friedrich Cerha, die Gesamtaufnahme der neun Symphonien von Egon Wellesz, die Orchestermusik von Josef Matthias Hauer und Ersteinspielungen der Musik von Erich Zeisl. Zuletzt erschienen u. a. die 24-teilige CD-Box »my RSO« sowie viel gerühmte CDs mit Werken von Anton Bruckner, Richard Strauss und Béla Bartók.

Das RSO Wien hat ein breit angelegtes Education-Programm ins Leben gerufen. Dazu gehören Workshops für Kinder und Jugendliche und die Reihen »Mitten in my RSO«, »my RSO Musiklabor« und »Klassische Verführung«. Bereits seit 1997 werden jedes Jahr hochbegabte Musiker/innen in die RSO-eigene Orchesterakademie aufgenommen. Regelmäßig spielt das RSO Wien die Abschlusskonzerte der Dirigentenklassen der Musikuniversität Wien. 2013 wurde das Musikvermittlungsprojekt "My RSO – Greatest Hits for Contemporary Orchestra" mit dem Bank Austria Kunstpreis in der Kategorie Kunstvermittlung ausgezeichnet.

Das RSO Wien ging 1969 aus dem Großen Orchester des Österreichischen Rundfunks hervor. Unter seinen Chefdirigenten Milan Horvat, Leif Segerstam, Lothar Zagrosek, Pinchas Steinberg, Dennis Russell Davies und Bertrand de Billy vergrößerte das Orchester kontinuierlich sein Repertoire und sein internationales Renommee.

 
RSO Wien © Katharina Struber

 

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